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60 Überschreitungen pro Tag
Blitzer in Allmosen ist eine „Goldgrube“ für den Landkreis

Allmosen. (jag/abr) Der Superblitzer von Allmosen an der Bundesstraße 169 hat seit der Inbetriebnahme im November vorigen Jahres bis zu diesem Februar mehr als 4300 mal zugeschlagen. Das sind fast 60 Fahrzeuge, die täglich vom roten Blitz getroffen werden, weil sie schneller als mit Tempo 30 unterwegs sind.

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz kann hier auf Einnahmen hoffen, die er in diesem Ausmaß so nicht erwartet hat: Die geringste Strafe für einen Tempoverstoß liegt bei 15 Euro, wenn der Kraftfahrer maximal mit zehn Kilometern pro Stunde zu schnell unterwegs war. Hochgerechnet ergibt sich bei dieser Basis eine Summe von rund 65 000 Euro. Die Anlage der neuesten Generation mit zwei Kameras hat inklusive Aufbau, Software und Auswertungstechnik rund 160 000 Euro gekostet.

Interessant sind auch andere von der stationären Anlage gemachte Messdaten, die Landrat Siegurd Heinze (parteilos) jetzt vorgestellt hat. Seinen Angaben zufolge passieren die mehr als zwei Meter hohe Säule im Schnitt 5855 Fahrzeuge am Tag, davon 917 Lastkraftwagen. Als primäres Ziel der Anlage war vor der Inbetriebnahme im Kreistag mit dem Lärmschutz argumentiert worden.

Ob der Blitzer jedoch zu weniger Krach an der Straße führt, ist fraglich. Im ebenfalls an der B 169 liegenden Klein Oßnig im Spree-Neiße-Kreis war der erhoffte Effekt zumindest nicht nachgewiesen worden.