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Knappes Wahlergebnis in Ruhland
Nach Wahl-Krimi: neuer Bürgermeister in Ruhland

 Stadtverordnetenversammlung Senftenberg
Stadtverordnetenversammlung Senftenberg FOTO: LR / Schubert
OSL-Kreis. Nach der Kommunalwahl am Sonntag sind die politischen Mehrheiten in mancher Stadt des OSL-Südens verschoben. Von Andrea Budich, Catrin Würz und Torsten Richter-Zippack

Exakt zehn Minuten vor Mitternacht war der Bürgermeister-Krimi in Ruhland in der Wahlnacht gelaufen. Als um 23.50 Uhr die Stimmen des letzten Wahlbezirkes im Rathaus ausgezählt waren, stand fest: Amtsinhaber Uwe Kminikowski (CDU) muss nach sechs Jahren den Chefsessel im Bürgermeisterbüro für seinen Konkurrenten Thomas Höntsch (SPD) freimachen.

Zünglein an der Waage im Kopf-an-Kopf-Rennen waren am Ende 26 Stimmen. Ruhlands amtierender Amtsdirektor Christian Konzack schließt indes einen Wahleinspruch des unterlegenen Bürgermeister-Kandidaten nicht aus.

Für Schipkau spricht Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) von einer „kleinen Zäsur, da einige langjährige Mitglieder zukünftig nicht mehr in der Gemeindevertretung dabei sein werden“. Dazu gehört auch die langjährige Ortsvorsteherin von Hörlitz, Helga Sztehlo.

Gegen den landesweiten Trend bleibt die Kommunalpolitik in der Seestadt Großräschen fest in der Hand der SPD. Mit knapp 30 Prozent der Wählerstimmen im Rücken, können fünf SPD-Abgeordnete in die neue Stadtverordnetenversammlung einziehen. CDU und Linke hingegen verlieren jeweils die Hälfte ihrer bisherigen Mandate.

In Schwarzheide hat die Allianz für Schwarzheide (AFS) mit 28,8 Prozent die CDU (22,4) vom ersten Platz verdrängt. Die seit dem Jahr 2014 bestehende Gruppe gewinnt damit einen Sitz im Stadtparlament hinzu, die CDU verliert einen.

Gehörig verschoben hat sich das politische Kräfteverhältnis in Lauchhammer. Neue stärkste Kraft in der Stadtverordnetenversammlung wird die Wählervereinigung Pro Lauchhammer, die künftig sieben Sitze belegen wird. Die CDU verliert indes fast zehn Prozent bei den Wählerstimmen (2014: 23,4 Prozent) und kommt hinter der AfD, die vier Sitze haben wird, nur auf Platz 3 ins Ziel (drei Sitze).

In Ortrand konnte sich die CDU als führende Kraft behaupten und auch das Bürgermeister-Amt verteidigen. Amtsinhaber Niko Gebel schaffte es im ersten Wahlgang knapp über die 50-Prozent-Marke, sodass eine Stichwahl gegen die beiden Bewerber von BVO und AfD nicht nötig ist.

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin