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Im Sommer
Raus mit der alten Heizung

Die warme Jahreszeit ist der beste Zeitpunkt für eine Heizungsmodernisierung. Jetzt lässt sich der Tausch der Anlage gut planen, ohne dass es im Haus kalt wird.
Die warme Jahreszeit ist der beste Zeitpunkt für eine Heizungsmodernisierung. Jetzt lässt sich der Tausch der Anlage gut planen, ohne dass es im Haus kalt wird. FOTO: Zukunft Erdgas e.V. / luca abbiento
In der Sommerhitze bietet sich die Reparatur oder die Erneuerung der Heizung im Haus geradezu an. Wenn die Anlage älter als 20 Jahre ist, sollte man gut überlegen, was zu tun ist.

Wenn sich die Heizungsanlage im Sommerschlaf befindet, ist der passende Zeitpunkt für einen prüfenden Blick gekommen. Ist die Heizung noch auf dem aktuellen Stand der Technik? Gab es Reparaturen oder Ausfälle? Wenn die Anlage 20 Jahre und mehr auf dem Buckel hat, ist ein Austausch ratsam. Dieser ist in der Regel innerhalb von zwei Tagen ausgeführt und gerade in der warmen Jahreszeit gut planbar. Modernisierer schützen sich auf diese Weise nicht nur vor kalten Füßen im nächsten Winter, sondern können direkt ihre Heizkosten senken. Zudem winken Zuschüsse.

„Zwei von drei Heizungen in Deutschland sind veraltet. Selbst wenn viele dieser Anlagen noch verlässlich laufen, ist der Betrieb mit Sicherheit nicht mehr wirtschaftlich“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Erdgas. Ein Umstieg von einer alten Öl- oder Gasheizung auf eine neue Anlage, zum Beispiel eine moderne Erdgas-Brennwertheizung, birge ein enormes Einsparpotenzial. Diese arbeiten wesentlich effizienter und verbrauchen im Vergleich zu einer Ölheizung rund 30 Prozent weniger Energie. Das bedeute zugleich, dass Haushalte rund ein Drittel ihrer Heizkosten einsparen können. Dies summiere sich bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus im Jahr auf bis zu 700 Euro, so der Experte. Dabei profitiert auch die Umwelt, denn mit einer Gas-Brennwertheizung werden gleichzeitig rund 30 Prozent weniger Emissionen freigesetzt.

Daher spricht die Initiative gemeinsam mit vielen regionalen Stadtwerken, Energieversorgern und Heizgeräteherstellern im Zuge der „Raustauschwochen“ gezielt Hausbesitzer und Modernisierer in Berlin, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, in Schleswig-Holstein und Teilen von Niedersachsen an. Bis zum 31. Oktober 2018 profitieren Modernisierer in diesen Gebieten neben der staatlichen Bezuschussung noch von einem zusätzlichen Bonus in Höhe von 200 Euro. Im Rahmen der KfW-Programme gibt es eine Förderung von etwa 800 Euro, das entspricht zehn Prozent der angenommenen Investitionssumme. Damit und dank der dauerhaft eingesparten Heizkosten lohnt sich die Modernisierung bereits nach der halben Laufzeit des neuen Geräts. Auf www.raustauschwochen.de können sich Verbraucher über die beteiligten Versorgungsunternehmen ihrer Region und Gerätehersteller informieren sowie die finanziellen Vorteile kennenlernen.