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Qualitätsoffensive
Sportage nun auch mit Mild-Hybrid-Antrieb

Der Sportage ist wie bisher als Fronttriebler oder Allradler zu haben.
Der Sportage ist wie bisher als Fronttriebler oder Allradler zu haben. FOTO: Kia
Mit einer beeindruckenden Modell- und Qualitätsoffensive konnte Kia in den vergangenen Jahren seinen Marktanteil weltweit und auch in Deutschland steigern. Einer der Bestseller ist der Sportage, der sich jetzt einem Facelift unterzogen hat.

Manche Modelle waren Ende der 1990er-Jahre zunächst ganz vom Markt verschwunden. So auch der Sportage, mit dem Kia seit 1995 auf befestigten Straßen und im Gelände unterwegs war. Im Jahre 2005 hat sich das Fahrzeug neu in Szene gesetzt. Für die aktuelle Baureihe, seit 2015 im Handel, wurde es Zeit für eine gründliche Überarbeitung. Die neuen Fahrzeuge sind ab 22 190 Euro zu haben.

 Am Außendesign des 4,46 Meter langen Sportage wurde nicht viel verändert. Es ist beliebt und sollte deshalb nur leicht aufgewertet werden. So wurde die Optik mit den coupéhaften Linien beibehalten. Selbstbewusst wirkt der Sportage – mit seinem markanten Kühlergrill und den neu gestalteten Scheinwerfern. Außerdem neu designt wurden die Stoßfänger, die Rückleuchten sowie die Leichtmetallfelgen. Je nach Ausführung gibt es seitliche Chromleisten, einen Unterfahrschutz in Metalloptik und fünf neue Karosseriefarben.

Im Innenraum kann man sich schnell wohlfühlen. Er ist schnörkellos und übersichtlich gestaltet und mutet jetzt noch hochwertiger an. Die Liebe zum Detail und das Bestreben nach hoher Qualität sind zu spüren.

Neu sind die zweifarbigen Sitzbezüge in Schwarz-Grau. Für die Version GT Line sind neue Ledersitzbezüge in Schwarz-Grau oder in Schwarz mit roten Akzenten erhältlich.

Die Sitze sind groß genug, bieten ordentlichen Halt und sind ausreichend verstellbar – der Fahrersitz sogar elektrisch. Und das neu kreierte Lenkrad kann nicht nur in der Höhe, sondern auch längs verstellt werden, so dass die individuelle Sitzposition schnell gefunden ist.

Wie bisher, gefällt der Innenraum des Sportage auch durch seine praktische Aufteilung. Dank eines speziellen Systems lassen sich die Rücksitzlehnen sehr einfach umlegen, ohne dass die Kopfstützen abgebaut werden müssen. Das Ladevolumen lässt sich so von 439 Litern auf bis zu 1428 Liter erweitern.

Die Palette der Assistenzsysteme wurde um eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, eine Rundumsicht-Kamera und einen Müdigkeitswarner erweitert. Für die neuen Infotainmentsysteme sind je nach Ausführung ein Sieben-Zoll-Touchscreen oder ein rahmenloser Acht-Zoll-Touchscreen zu haben.

Als Antriebe stehen zwei Benziner mit Leistungen von 97 kW/132 PS und 130 kW/177 PS zur Wahl. Die Selbstzünder leisten 85 kW/115 PS und 100 kW/136 PS. Die jeweils stärkeren Aggregate lassen sich auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb kombinieren. Neu ist der 136 kW/185 PS starke 2,0-Liter-Diesel-Mildhybrid auf 48-Volt-Basis, der ein maximales Drehmoment von 400 Nm bereitstellt.

Den „Eco Dynamics+“ genannten Antrieb setzt Kia im Sportage erstmals ein. Er umfasst eine 48-Volt-Batterie und einen Startergenerator und ermöglicht – anders als 12-Volt-Start-Stopp-Systeme – das Abschalten des Verbrennungsmotors auch im Fahrbetrieb, so beim Ausrollen oder Bremsen. Die CO2-Emissionen nach dem neuen Testzyklus WLTP werden um bis zu vier Prozent verringert.

Übrigens: Alle Motoren des neuen Sportage erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 6d-TEMP.