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Generalüberholt
Jeep hat den Renegade aufgefrischt

Der Renegade zeigt auch weiterhin ein unverwechselbares Gesicht. Foto: Jeep
Der Renegade zeigt auch weiterhin ein unverwechselbares Gesicht. Foto: Jeep FOTO: Jeep
Mit mehr als 73 200 Zulassungen war der Renegade im vergangenen Jahr das meist verkaufte Jeep-Modell in Europa. Weltweit wurden vom Renegade seit seiner Markteinführung im Jahre 2014 rund 800 000 Einheiten verkauft. Nun schien es an der Zeit, dem kleinsten Modell der Marke Jeep eine Auffrischung zu spendieren.

Erhältlich ist der neue Renegade, der sich die Plattform mit dem Fiat 500X teilt, in den Ausstattungsversionen „Sport“, „Longitude“, „Limited“ und „Trailhawk“. Die Preisliste für das Basismodell startet bei 20 700 Euro. Bewahrt wurde dem Renegade  sein unverwechselbares Jeep-Styling. Nur vorsichtig hat man das Design von Front und Heck modifiziert. So gibt es neu gezeichnete Voll-LED-Frontscheinwerfer und LED-Rückleuchten. Der klassische Seven-Slot-Kühlergrill wurde ebenfalls überarbeitet: Die Schlitze sind jetzt ähnlich wie beim Wrangler oben leicht nach hinten geneigt. In die fast eckigen Radkästen passen nun auch 19-Zoll-Räder mit dicken Schluppen.

Leicht überarbeitet wurde das Cockpit, dessen Mittelbereich umgestaltet ist und jetzt optisch und funktional weitgehend dem der größeren Modelle Compass und Cherokee entspricht. Die verstellbare Lendenwirbelstütze sowie die Heizung für Vordersitze und Lenkrad sind nun bereits ab der Version Longitude serienmäßig an Bord. Verbessert wurden die Vernetzung und die Ausstattung mit Fahrhilfen: So verfügen alle Renegade Limited nun serienmäßig über das Infotainment-System U connect 7 mit Apple Car Play und Android Auto. Wählbar sind drei verschiedene Navi-Systeme, jeweils mit Farbdisplay. Außerdem sind die Adaptive Cruise Control, ein Totwinkel-Assistent sowie der automatische Parkassistent inklusive Rückfahrkamera an Bord.

Vollkommen neu entwickelt wurden die Benzin-Turbomotoren, die komplett aus Aluminium gefertigt und mit einem Partikelfilter ausgestattet sind. Laut dem Hersteller sollen sie bis zu 20 Prozent an Kraftstoff gegenüber den Vorgängern einsparen, und sie erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 6d-Temp. Beide Motoren laufen ruhig und kultiviert.

Der 1,0-Liter- Dreizylinder liefert 88 kW/120 PS und ein maximales Drehmoment von 190 Nm. Den 1,3-Liter-Vierzylinder gibt es in den Leistungsstufen 110 kW/150 PS und 132 kW/180 PS und jeweils mit dem maximalen Drehmoment von 270 Nm. Der Dreizylinder-Motor ist mit einem manuellen Sechsganggetriebe kombiniert, das in der Abstufung gut zu diesem kleinen Motor passt. Der Vierzylinder arbeitet in der 150-PS-Version mit einem Sechsgang-Doppelkupplungs-Automatikgetriebe und in der 180-PS-Version mit einer neunstufigen Wandlerautomatik, die die Kraft an alle vier Räder leitet. Sprich: Diese Version des Renegade wird mit Allradantrieb geliefert, alle anderen mit Frontantrieb.

Daneben stehen zwei Turbodieselmotoren zur Wahl: der 1,6-Liter-MultiJet mit 88 kW/120 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe oder Doppelkupplungsgetriebe sowie der 2,0-Liter-MultiJet in den Leistungsstufen 103 kW/140 PS mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Neunstufen-Wandlerautomatik sowie 125 kW/170 PS mit Neunstufen-Wandlerautomatik. Die Dieselaggregate wurden überarbeitet und vor allem hinsichtlich ihres Schadstoffausstoßes durch eine AdBlue-Einspritzung optimiert.