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Golf Sportsvan
Bequemer und praktischer als die Limousine

Elegant und praktisch – der neue Sportsvan aus der Golf-Reihe.
Elegant und praktisch – der neue Sportsvan aus der Golf-Reihe. FOTO: VW
Die siebte Generation des VW Golf erhielt im vergangenen Jahr ein umfangreiches Update. Das Fahrzeug hat sowohl an Qualität, als auch an Komfort gewonnen, gefällt mit seinem mehr akzentuierten Blechkleid und der Spitzentechnik darunter. Vor einem Dreivierteljahr hat VW auch einen neuen Sportsvan – die Golf-Version mit erhöhtem Dach – nachgezogen.

Die Platzverhältnisse im Sportsvan entsprechen eigentlich schon denen der Mittelklasse. Die Sitze in Reihe zwei mit einstellbarer Lehnenneigung lassen sich um 18 Zentimeter in Längsrichtung verschieben, so dass bei Bedarf noch mehr Beinfreiheit geboten werden kann. In den Gepäckraum passen 590 bis 1520 Liter. Deutlich erweitert wurde das Angebot an Infotainmentsystemen. Serienmäßig an Bord ist das neue Audiosystem „Composition Colour“ inklusive des 6,5-Zoll-Touchscreen.

Als Antriebe stehen derzeit vier direkt einspritzende Turbo-Benziner mit Leistungen von 63 kW/85 PS bis
110 kW/150 PS zur Wahl. Das Basismodell ist mit dem 63 kW/
85 PS starken 1,0-Liter-TSI-Motor ausgestattet und kostet genau wie der Vorgänger 20 475 Euro. Alle Motoren arbeiten serienmäßig mit einer Start-Stopp-Automatik und erfüllen die Abgasnorm Euro6. Top-Antrieb ist der 1,5-Liter-TSI-Motor, der in den Leistungsstufen 96 kW/130 PS und 110 kW/150 PS verfügbar ist.

Wir nahmen die kleinere Version dieses Triebwerks genauer unter die Lupe. In Kombination mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ist der Sportsvan mit diesem Motor ab der zweithöchsten Ausstattungsstufe für 26 225 Euro zu haben. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) kostet 2025 Euro Aufpreis. Dieser neue Vierzylinder-Turbobenziner arbeitet mit aktivem Zylindermanagement (ACT) – das heißt, mit Zylinderabschaltung.

Bei geringer Last – etwa beim Fahren mit konstantem Tempo – wird auf den Einsatz der beiden äußeren Zylinder verzichtet. Ob der Motor nun mit vier oder zwei „Töpfen“ läuft, wird automatisch über die Motorsteuerung geregelt – und zwar so, dass der Fahrer möglichst keine Übergänge bemerkt. Tatsächlich erkennt der Fahrer die Zylinderreduktion allein daran, dass der Zweizylinder-Betrieb im Cockpitdisplay angezeigt wird.

Der Motor zeigt keine Schwäche und ändert nicht mal seinen Klang – der TSI bleibt ruhig und kultiviert. Wird aber wieder mehr Leistung abgerufen, ist der Motor sofort mit allen vier Brennräumen aktiv. Mit dieser Technik lässt sich der Verbrauch reduzieren. Volkswagen gibt für diesen Motor einen Normverbrauch von 5,2 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer an. In der Praxis war es gut ein Liter mehr auf dieser Distanz.

Der Handschalter führt leicht und präzise durch die sechs Gänge – noch empfehlenswerter ist allerdings das DSG-Getriebe. An Assistenzsystemen für Sicherheit und Komfort bietet der neue Sportsvan fast alles, was ein Oberklasse-Modell bereit hält – wenn auch nicht alles ab Werk, sondern auf Wunsch. Natürlich sind die sicherheitsrelevanten Systeme wie der elektronische Schleuderschutz ESP serienmäßig an Bord.

Der Front Assist mit City-Notbremsfunktion verfügt jetzt über eine Fußgängererkennung, der Stauassistent erlaubt teilautomatisiertes Stop-and-Go-Fahren bis 60 km/h. Der Parkassistent wurde weiter entwickelt, und es gibt eine Anhänger-Rangierhilfe. Angeboten werden auch ein adaptiver Abstandsregler und ein Müdigkeitswarner. Zudem ist der Sportsvan mit einer Multikollisionsbremse ausgerüstet.