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Neuer Fiat
Auf der Suche nach der Diesel-Alternative

 Der Fiat Panda TwinAir Natural Power fährt bivalent mit Erdgas oder Benzin.
Der Fiat Panda TwinAir Natural Power fährt bivalent mit Erdgas oder Benzin. FOTO: Fiat
(emb) Gegenwärtig wird fieberhaft nach Alternativen zum Dieselantrieb gesucht. Antriebe mit Erdgas oder Autogas sind solche Alternativen, auf die beispielsweise Fiat schon länger setzt – vor allem auf das umweltfreundlichere Erdgas. Mehr als 740 000 Fahrzeuge mit Erdgas-Technologie konnte der Konzern seit 1997 verkaufen.

Erdgas erzeugt bei der Verbrennung im Motor kaum Partikel und emittiert deutlich weniger Stickoxide und Kohlenwasserstoffe als Benzin oder Diesel. Beispielsweise liegt der Anteil von Stickoxiden im Abgas um 96 Prozent niedriger als der eines Euro-6-Dieselmotors. Der Energiegehalt von einem Kilogramm Erdgas, das an rund 900 Tankstellen deutschlandweit verfügbar ist, entspricht etwa 1,5 Litern Super oder 1,3 Litern Diesel.

Um Erdgas einsetzen zu können, muss die Technik der Verbrennungsmotoren nur marginal geändert werden. So ist es nur logisch, dass die Bundesregierung den Kraftstoff Erdgas steuerlich weiter subventioniert – zunächst bis zum Jahr 2026. Und es ist kein Wunder, dass sich Hersteller auf Erdgas besinnen, nicht zuletzt Fiat. Der Konzern hat bereits den Ausstieg aus der Diesel-Technologie angekündigt und geht nun mit Erdgas-Fahrzeugen in die Offensive.

Derzeit bietet Fiat bereits zwölf Erdgas-Modelle an – acht davon werden auch in Deutschland verkauft. Die Angebote reichen von Kleinwagen wie Panda oder Punto über Kompaktvans wie den 500L und Großraumlimousinen wie dem Doblo bis hin zu Transportern wie Fiorino oder Ducato. Sie werden entweder ausschließlich mit Erdgasantrieb oder als bivalente Variante mit zusätzlichem Benzin-Aggregat ausgeliefert.