| 17:33 Uhr

Kolumne
Pftsch, knirsch, pftsch, knirsch

Lydia Schauff
Lydia Schauff FOTO: Angelika Brinkop / LR
Cottbus. Ich bin unterwegs mit meinem Hund. Es ist dunkel. Pftsch. Ich ahne etwas. Ich rieche etwas. Nein, bitte nicht. Ich hebe meinen Schuh. Ich bringe es auf den Punkt: „Scheiße“. Schon mal was von leuchtenden Hundehaufen gehört? Hä? Donnere das Häufchen meines Hundes, das ich gerade, selbstaufopfernd, solidarisch, pflichtbewusst und rücksichtsvoll wie ich bin, aufgesammelt habe, in den Mülleimer.

Knirsch. Mein Hund tapst in einen Scherbenhaufen. Mit der guten Vorderpfote. Die andere ist entzündet. Da ist er in Scherben getreten. Es wird nur langsam besser. Knirsch. Jetzt bin ich in Scherben getreten.Pftsch. Jetzt ist der Hund mit der verbundenen Pfote in einen Hundehaufen getrampelt. Knirsch. Scherben. Becks. Auf der Wiese? Pftsch. Waaahhh! Ah, puh, war nur Matsch wegen des Regenwetters. Knirsch. Ich dreh gleich am Rad. Ich verklag euch alle. Ich fordere unkaputtbare Flaschen? Ich starte eine Petition gegen Glas im Gras. Knirsch. Waaah! Ah, puh, war keine Flasche, war eine überfrorene Pfütze. War ja gestern Nacht wieder kälter.

Pftsch, knirsch, pftsch, knirsch. Bin mittlerweile erleichtert über jeden Matsch und jedes Eis. Ich träume nachts von pftsch und knirsch. Ich habe beides satt, allerdings eins wesentlich mehr als das andere. Am Wetter lässt sich nämlich nicht viel ändern.