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Kolumne
Nutella, Salami und Männerhaar

Lydia Schauff
Lydia Schauff FOTO: Angelika Brinkop / LR
Es ist irgendwie wie Nutella auf einer Salamipizza. Kann man machen, passt aber so gar nicht. Ich verstehe ja, liebe Herren der Schöpfung, es ist hart, wenn das einst kräftig brünett, schwarz oder blond schimmernde Haar nach und nach einem blässlich-gräulichen Silber- oder Weißton weicht. Bedeutet es doch: Ich altere.

Obwohl: Es gibt Studien, die zeigen, dass ergraute Männer auf Frauen eine besondere Wirkung haben. Bodenständig, reif, gelassen sind Adjektive, die Damen mit ergrauten Herren verbinden. Zudem gehen Frauen davon aus, dass Männer mit graumelierten Schläfen wissen, was Frauen wollen. Ist also eigentlich alles andere als schlimm, das graue Haar.

Schlimm ist aber, liebe Männer, wenn ihr euch so viel Haartönung auf den Kopf klatscht, dass jeder, wirklich jeder auf einen Kilometer Entfernung sieht, dass ihr keine Haare färben könnt – oder dringend den Frisör wechseln solltet – und dieses superdunkle Dunkelbraun oder Schwarz nie und nimmer eure echte Haarfarbe sein kann. Diese „Helmoptik“ ruft nicht: „Ich bin reif und gelassen.“ Nein, sie ruft: „Ich werde alt, ich komm damit nicht klar und versuche verzweifelt jung auszusehen.“

Nein Männer, echt, das geht gar nicht. Es ist halt wie Nutella auf Salamipizza. Das kann man schon machen, ist halt aber kacke. Dabei habt ihr Männer es so viel leichter. Männer und Glatze?! Kein Problem. Ich sag nur Bruce Willis. Frauen und Glatze? Ich sag nur. . . Moment. Ich hab’s gleich ....