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Kolumne
Klimawandel in der Familie

Bernd Töpfer
Bernd Töpfer FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / Sebastian Schubert
Ganz ehrlich: Ich finde den Klimawandel gut. Ich liebe diese Wärme und kann damit gut umgehen. Gefühlt seit Wochen scheint die Sonne – der Sommer zeigt sich von seiner allerbesten Seite. Zwar muss ich wegen der Trockenheit ständig den Garten gießen, aber mit einem perfekt angelegten Beregnungssystem und Freunden, die helfen, lässt sich das Anliegen gut regeln.

Jüngst habe ich mir dann doch große Sorgen gemacht. Sorgen darüber, dass der Klimawandel doch verhehrende Auswirkungen haben könnte. Vor allem auf das Familienklima, weil er alles durcheinander bringt.

Wie das kommt? Der Sommer beginnt neuerdings schon im Mai, der goldene Herbst könnte im August kommen. Junikäfer fliegen im Mai, Maikäfer im April. Heißen die dann Aprilkäfer? Und August-Äpfel, sind das dann Juli-Äpfel?

Märzenbecher sind demnach wohl Januar- oder ganz sicher Februar-Becher, ein Aprilscherz ist ein März-Scherz, die Mai-Kühle geht dann als April-Kühle glatt durch.

Im März beginnt gewöhnlich der Frühling. Der startet dank Klimawandel schon im Februar. Aber genau dann fängt der Ärger an: Meine Tochter fährt gern Ski, und zwar immer im Februar. Doch dann wird es wohl bald keinen Schnee mehr geben ...