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Ich bin im Herzen düp, düp, düp

Cottbus. Mit Ohrwürmern angesteckt.

Ich bin infiziert. Er hat von mir Besitz ergriffen. Zu verdanken habe ich den Schlamassel meinem Kollegen. Ich leide an Ohrwurm. Das wäre vielleicht noch gut zu verkraften, wenn die Infektionsquelle Rock wäre, oder meinetwegen auch Pop. Aber nein, es ist der schlimmste aller schlimmen Fälle eingetreten: Mich hat ein Schlager-Ohrwurm erwischt. Ich wurde „seminorossiert“ und singe nun die ganze Zeit „Ich bin im Herzen jung“ vor mich hin. Zum Leidwesen meiner Kollegen. Selbst Schuld. Wer Ohrwümer verteilt, muss singende Kollegen einstecken. Mein gefühltes Alter steigt schlagartig. Kaum hat der erste Ohrwurm zugeschlagen, sind weitere Ohrwürmer nicht weit. Kaum habe ich wieder „Ich bin im Herzen jung“ geträllert, wirft die Kollegin „Düp, düp, düp, düp“ von Scooter in den Ring. Mit „Ohne dich schlaf ich heut nacht nicht ein“ geht es in die nächste Runde. „Das was ich will bist du“, singt die Kollegin schließlich ihrer mitgebrachten Schnitte zu. 3 zu 0 für die Ohrwürmer. Ist hier jemand Arzt oder Apotheker?