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Cottbus
Logistik aufpolieren und ausbauen

Stephan Opel, Jürgen Knaack und René Reinert am Tag der Logistik in der Cottbuser Firmenzentrale.
Stephan Opel, Jürgen Knaack und René Reinert am Tag der Logistik in der Cottbuser Firmenzentrale.
Cottbus. Reinert Logistic ist Ostdeutschlands größtes Logistik-Unternehmen. Zum ersten Mal nahm das Unternehmen am Tag der Logistik teil um das Image der Branche aufzupolieren. Von Josephine Japke

„Logistik wird meistens nur wahrgenommen, wenn man hinter einem Lkw im Stau steht und sich darüber aufregt“, sagt Stephan Opel, Geschäftsführer von Reinert Logistic, am elften bundesweiten Tag der Logistik. Zum ersten Mal nahm Ostdeutschlands größtes Logistik-Unternehmen an diesem Tag teil. Es wollte beweisen, wie wichtig Logistik ist, dass ohne Logistik im Alltag eines jeden einzelnen nichts mehr funktionieren würde.

Das Unternehmen wollte außerdem darauf aufmerksam machen, wie attraktiv dieser Job ist. Dafür müsse allerdings erst einmal das Image der Branche aufpoliert werden, wie Geschäftsführer und Inhaber René Reinert zugibt: „Nur dann können wir qualifizierte Fachkräfte gewinnen, mit denen wir unsere Flotte und damit auch unser Unternehmen ausbauen können.“

Aktuell gibt es im Bezirk Cottbus mehr als 70 freie Ausbildungsplätze zum Berufskraftfahrer. Einige davon auch bei Reinert Logistic. Das Unternehmen, das 1990 im sächsischen Schleife gegründet wurde, hat sich 2005 in Cottbus angesiedelt und gehört mittlerweile zu einem der größten Arbeitgeber in der Lausitz. Mehr als 770 Lkws und 1000 Mitarbeiter arbeiten an zehn Standorten in ganz Deutschland. „Aber Cottbus wird für uns immer ein wichtiger Standort bleiben. Von hier aus wollen wir unser Netzwerk weiter ausbauen“, so René Reinert. Ein mögliches Zukunftsprojekt wäre eine Logistikzentrale in Cottbus. Der Markt gebe das her, es fehle lediglich an Mitarbeitern, so der Inhaber.

Mit großen Hoffnungen schaut er deshalb auf den Ausbildungsmarkt und tut vieles dafür, junge Azubis und Berufseinsteiger zu fördern. 50 Piloten-Coaches bilden die Fahrer in Theorie und Praxis aus und machen sie innerhalb weniger Tage zu „Reinert Piloten“. Einer von ihnen ist Jürgen Knaack, der gemeinsam mit seinem Team in zwei Monaten 80 Fahrer anlernte. „Wir nennen uns Piloten, weil unsere Fahrer so viele technische Anforderungen erfüllen müssen, dass es über das bloße Lkw-fahren hinaus geht. Eigentlich sieht es in unserem Cockpit aus wie in einem Flugzeug“, erklärt er.

Für den 21-jährigen Eric Domaschke, der im letzten Jahr seine Ausbildung bei Reinert Logistic beendet hat und übernommen wurde, sind die technischen Anforderungen kein Problem. „Die ganze Logistik-Branche ist im 21. Jahrhundert angekommen. Mittlerweile haben wir die neusten Fahrzeuge und Technik, Kontakt mit dem Kunden und sind voll ausgebildet“, sagt er überzeugt. Die Zeiten von schmuddeligen Typen in Bauarbeiterhemden seien endgültig vorbei. „Logistik ist die Zukunft“, ist sich Eric sicher.