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Buchempfehlungen für den Urlaub
Spannung unterm Sonnenschirm

Pünktlich zum Ferienbeginn ist der „7. Cottbuser SommerLeseClub“ in der Stadt- und Regionalbibliothek eröffnet worden. Mit dabei war natürlich auch der „Leselöwe“.   Dank regionaler Sponsoren konnte den Kindern ein eigener Bereich mit etwa 400 neuen Büchern übergeben werden.
Pünktlich zum Ferienbeginn ist der „7. Cottbuser SommerLeseClub“ in der Stadt- und Regionalbibliothek eröffnet worden. Mit dabei war natürlich auch der „Leselöwe“. Dank regionaler Sponsoren konnte den Kindern ein eigener Bereich mit etwa 400 neuen Büchern übergeben werden. FOTO: Michael Helbig
Zu einem perfekten Urlaub gehört neben gutem Essen, Sonne, Strand oder Berge für die meisten eine interessante Lektüre. Die Lausitzer Woche hörte sich unter Buchhändlern der Region um, welches Buch sie mit in die Reisetasche packen würden.

Elgin Madauß von der Buchhandlung Hugendubel in Cottbus legt den Lesern der Lausitzer Woche das Buch „Das Nachtfräuleinspiel“ von Anja Jonuleit ans Herz. Die 16-jährige Annamaria, die als Kind ihre Eltern verlor und bei lieblosen Pflegeeltern aufwuchs, wird zur Kinderbetreuung im „Haus der glücklichen Familie“ aufgenommen. Aber ist diese Familie wirklich so makellos wie sie es nach außen darstellt? „Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören zu lesen“, sagt Elgin Madauß. Ihr zweiter Vorschlag: Der Roman von Francesca Melandri „Alle, außer mir“. Ilaria, Lehrerin in Rom glaubte lange, ihren Vater zu kennen. Bis eines Tages ein junger Afrikaner vor ihrer Wohnungstür steht und behauptet mit ihr verwandt zu sein. „Dieses Buch liest sich wie die Geschichte Italiens, ein Generationenroman mit hohem literarischem Anspruch und aktuellem Bezug. Perfekter Lesestoff für den Urlaub“, so die Buchhändlerin.

Katrin Berger von der gleichnamigen Buchhandlung in Forst empfiehlt Charity Norman „Das Ende meiner Welt“. Was tun, wenn der Ferientrip der Tochter nach Neuseeland zu einer Reise ohne Wiederkehr wird? Cassy gerät in die Fänge einer Sekte. Zuerst meint sie das Paradies gefunden zu haben. Ihre Familie versucht verzweifelt, zu ihr durchzudringen. „Ob es Cassy gelingen wird die Wahrheit zu erkennen, erfahren Sie in diesem packend geschriebenen Roman“, sagt Katrin Berger.

In dem Roman „Der Zopf“ von Laetitia Colombani wird die Geschichte dreier Frauen aus unterschiedlichen Kontinenten und verschiedenen sozialen Schichten miteinander verflochten.  Da ist Smita, die Frau aus der Kaste der Unberührbaren, die sich für ihre Tochter eine andere Zukunft wünscht. Giulia, die nach dem Tod ihres Vaters versucht, die Firma ihrer Familie zu retten. Und die erfolgreiche Anwältin Sarah, die gegen ihre Krebserkrankung kämpft. „Eine unglaublich berührende Geschichte, die einen dazu bringt, einmal mehr darüber nachzudenken was eigentlich zählt im Leben“, so Katrin Berger.

Britta Schmidt von der Buchhandlung „Glück auf“ in Senftenberg empfiehlt Sylvia Lott „Die Inselgärtnerin“. Ein kleines  Strandhaus in Florida lässt die norddeutsche Gartenarchitektin Sonja über einen  gewagten Neuanfang nachdenken. Die perfekte Sommerlektüre über faszinierende Gärten, ein geheimnisvolles Erbe, Sonne, Strand, Delphine und Meeresrauschen verbunden mit einer spannenden  Lebensgeschichte. Ein Taschenbuch für spannendes Lesevergnügen ist für Britta Schmidt auch das Buch von Corinna Bomann „Die Frauen vom Löwenhof“. Das Buch ist der  Auftakt einer großen Schweden Saga über die wechselvolle Geschichte eines Familiengutes im Jahr 1910.

Grit Friedl aus der der Spreewaldbuchhandlung in Lübbenau empfiehlt „Der schönste Grund, Briefe zu schreiben” von Angeles Donate. Ein kleines schwedisches Dorf, Sommeridylle – aber kaum noch Arbeit für die Briefträgerin, alleinerziehende Mutter dreier Kinder. Als ihre 80-jährige Nachbarin erfährt, dass sie nach Stockholm versetzt werden soll, wendet sie sich an die Dorfgemeinschaft: Schreibt wieder Briefe! Schreibt euch gegenseitig, schreibt anonym, aber schreibt! Diese Aktion bringt so manch ein Geheimnis ans Licht. Eine wunderbare Sommerlektüre, die zum Briefeschreiben motiviert.

Tabea Leyh aus der Bücher-Ecke in Luckau empfiehlt „Leere Herzen“ von Juli Zeh. Der spannende Roman der 1974 in Bonn geborenen Schriftstellerin liegt am Puls der Zeit und stellt die richtigen Fragen. In dem Buch haben sich Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist. Desillusioniert und pragmatisch arbeiten sie sehr erfolgreich mit ihrer Firma und betreiben ein Geschäft mit dem Tod. „Der provokante und packende Politthriller liest sich echt spannend“, sagt Tabea Leyh.

Das Nachtfräuleinspiel
Das Nachtfräuleinspiel FOTO: dtv
Das Ende meiner Welt
Das Ende meiner Welt FOTO: Bastei
Der schönste Grund, Briefe zu schreiben
Der schönste Grund, Briefe zu schreiben FOTO: Knaur