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Stuttgart
Cottbuser Jursch: Zwei Patzer und ein Goldschimmer

Der Cottbuser Christopher Jursch wurde bei der ersten Qualifikation für die Turn-WM Achter.
Der Cottbuser Christopher Jursch wurde bei der ersten Qualifikation für die Turn-WM Achter. FOTO: Steffen Beyer
Stuttgart. Für den Cottbuser Christopher Jursch ist die Turn-Weltmeisterschaft in Doha/Katar noch ein Stückchen weiter weggerückt. Der 25-Jährige wurde am Samstag bei der ersten WM-Qualifikation in Stuttgart Achter. Von Jan Lehmann

Bundestrainer Andreas Hirsch wird aber nur fünf Turner nominieren.

Jursch berichtet: „Meine Übungen sind noch zu leicht, um konkurrenzfähig zu sein.“ Der Unterhachinger Lukas Dauser, Vize-Europameister von 2017, siegte bei seinem ersten Mehrkampf nach 16-monatiger Verletzungspause mit 81,200 Punkten und konnte sich sogar einen Absteiger am Reck leisten.

Bei Jursch (76,250 Punkte) waren zwei Patzer mindestens einer zu viel. Der 25-Jährige verturnte die Abgänge am Pferd und an den Ringen. Karsten Oelsch, stützpunktleitender Trainer in Cottbus, bedauert: „Schade, da war mehr drin.“

Jursch erklärt: „Ringe kann ich nicht wirklich viel trainieren.“ Seine operierte Schulter behindert ihn immer noch. Am Pferd hingegen unterlief ihm ein ärgerlicher Fauxpas: „Ich habe mich von einem lauten Geräusch, das durch die Lautsprecher dröhnte, ablenken lassen.“ Der Cottbuser selbstkritisch: „So ein Fehler darf mir nicht mehr passieren.“

Doch zumindest kehrt Jursch mit einem goldenen Hoffnungsschimmer zurück. Er siegte am Reck und kann sich Hoffnungen auf eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig (29. bis 30. September) machen.

Jursch vorsichtig: „Reck gibt mir schon etwas Hoffnung. Aber wir werden uns bestimmt noch Gedanken machen, die Übung aufzustocken.“