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Der große Spieletest
Vorhang auf für „Showtime“

Das Spielmaterial ist selbsterklärend und gut verarbeitet.
Das Spielmaterial ist selbsterklärend und gut verarbeitet. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Jeder kennt sie, die nervigsten Kinobesucher aller Zeiten. Diejenige, die lautstark in jeder leisen Szene das Popcorn knabbern oder ständig auf Toilette müssen. Und gerade, weil jeder schon mal einen der genannten Personen neben sich zu sitzen hatte, macht „Showtime“ so viel Spaß.

Jeder Spieler bekommt einen identischen Stapel mit 16 Personenkarten. Jede Person darauf hat andere Vorlieben und Eigenschaften, die nicht nur ihn, sondern auch die Sitznachbarn beeinflussen können. Es gilt, seine Karten so gut wie möglich im Kinosaal zu platzieren, damit am Ende jeder Runde die meisten Punkte aufs Konto fließen und zeitgleich mein Spielgegner größtmöglichen Schaden nimmt. Durch die 16 ganz unterschiedlichen Personen, wird das Spiel auch nicht so schnell langweilig.

„Weißt du noch, als diese menschliche Giraffe bei ‚Phantastische Tierwesen’ vor mir saß und ich nichts sehen konnte?“, fragt mich meine Schwester mit Blick auf die Karte „Leo Lulatsch“, der seinem Hintermann drei Punkte abzieht, weil er eben so groß ist.

Das fünf Seiten umfassende Regelwerk ist verständlich geschrieben. Wie bei jedem Spiel empfiehlt es sich, erst einmal zu lesen, damit in der doch recht ausufernden Wertungs-Phase keine Fehler entstehen. Dicker Karton, hochwertige Karten und nur wenige Spielfiguren machen das Spiel auch für Kinder leicht zugänglich. Einziges Manko: Kleine Tütchen oder abgetrennte Bereiche im Karton, würde das Sortieren der Karten erleichtern. So fliegt später in der Schachtel alles umher. Für etwa 25 Euro ist der Spaß im Handel erhältlich. Die Investition, die vielleicht in einem Kinobesuch endet, lohnt sich auf jeden Fall.

Showtime von Pegasus

Geeignet für: 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren

Preis: 24,99 Euro

Gesamturteil: ★★★★✰