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Tierheim hat nun mehr Platz zur Verfügung
Mehr Platz für tierische Gäste

 Dr. Annett Stange zeigt die neue, noch leere Quarantänestation im Tierschutzligadorf Groß Döbbern.
Dr. Annett Stange zeigt die neue, noch leere Quarantänestation im Tierschutzligadorf Groß Döbbern. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Groß Döbbern. Eine ungenutzte Baracke auf dem Gelände des Tierschutzligadorfes in Groß Döbbern ist mit Hilfe von Fördermitteln zu einer Quarantänestation ausgebaut worden. Von Annett Igel-Allzeit

(ani/abr) Der Flur-Fußboden der alten Armee-Baracke riecht noch nach frischer Farbe. Ein Raum ist mit Decken, Sofa und Körben für die ersten Katzen vorbereitet.  „Das wichtigste an einer Quarantänestation ist, dass sich alles gut reinigen lässt“, erklärt Annett Stange. Darum sind auch die Wände abwaschbar. Mit Fördermitteln des Landes Brandenburg konnte die Hälfte der bislang ungenutzten Baracke saniert und zu einer neuen, großen Quarantänestation ausgebaut werden.

65 000 Euro hat das Ministerium der Justiz, für Europa und Verbraucherschutz  dafür dem Tierheim an der B 97 zwischen Spremberg und Cottbus zur Verfügung gestellt. Spenden von Tierfreunden flossen mit ein. Die Elektrik wurde neu verlegt, neue Fenster und Türen eingesetzt, die Wände isoliert, alle zehn Zimmer gefliest und gestrichen, eine Heizung eingebracht und mehrere Fenster und Türen mit Gittern versehen. Was Tierheim-Team und Helfer allein bewerkstelligen konnten, packten sie selbst an – die Entkernung zum Beispiel.

Über das Jahr sollen mehrere Räume Außengehege bekommen. „Mit den zehn Räumen haben wir Platz für größere Zahlen an Hunden, Katzen, Vögeln, Meerschweinchen...“, zählt Annett Stange auf. Das Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße und auch Veterinärbehörden von Nachbarkreisen rufen das Tierheim unter anderem, wenn eine größere Zahl von Tieren zu beschlagnahmen ist.

Wie schwer es ist, auf einmal 80 Meerschweinchen zu versorgen und sie an einer weiteren Vermehrung zu hindern, weiß Annett Stange. „Im Jahr 2018“, so erinnert sie sich, „waren das einmal 14 Hunde und 28 Katzen gleichzeitig und im Dezember 2018 sogar 120 Vögel.“ Mit den neuen Quarantäneräumen können die Tierheimmitarbeiter nun besser auf den Hilferuf der Behörden reagieren. Und in Zeiten hoher Tierzahlen – zum Beispiel wenn im Sommer besonders viele Katzenkinder gebracht werden – entspannen die neuen Räume die Situation. So hofft Annett Stange wir, dass wir in diesem Sommer kein Aufnahmestopp für Katzen verhängen müssen wie in den Vorjahren“, sagt Annett Stange.

 Auch eine Küche gehört zur neuen Quarantänestation im Tierschutzliga-Dorf. Im Regal stehen Futternäpfe für Hunde wie Katzen bereit.
Auch eine Küche gehört zur neuen Quarantänestation im Tierschutzliga-Dorf. Im Regal stehen Futternäpfe für Hunde wie Katzen bereit. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
 Dr. Annett Stange zeigt die neue, noch leere Quarantänestation im Tierschutzligadorf Groß Döbbern.
Dr. Annett Stange zeigt die neue, noch leere Quarantänestation im Tierschutzligadorf Groß Döbbern. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit