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Pläne für den Cottbuser Ostsee
Kühne Pläne für das Hafenquartier

In dem Hafenquartier sollen Wohnungen gebaut sowie Gewerbe, Tourismus und Wassersport angesiedelt werden.
In dem Hafenquartier sollen Wohnungen gebaut sowie Gewerbe, Tourismus und Wassersport angesiedelt werden. FOTO: Stadt Cottbus
Das Hafenquartier am Cottbuser Ostsee soll zum ersten CO2-neutralen Stadtteil von entwickelt werden. Das hat Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) am Mittwoch vor den Stadtverordneten angeregt.

Mit den Plänen für das Ostseequartier will Cottbus Vorreiter in der Energiewende sein. Dabei soll der Hafen keine Insel sein, sondern eng mit dem Umfeld verzahnt werden.

„Ich werbe dafür, dort eine kleine Öko-City der Zukunft zu etablieren und ein Quartier entstehen zu lassen, das in seiner Bilanz mehr Schadstoffe schluckt als produziert“, betont Holger Kelch.

Vorstellbar seien Hochhäuser in Holzblockbauweise, Radwege auf Photovoltaikplatten, Verbindungen des Nahverkehrs mit autonomen Fahrzeugen, Fernwärme aus Seewasserpumpen, Chancen für neue, schadstofffreie Antriebe der Seefahrzeuge und manches mehr. All das gehöre zur neuen Energieregion.

Kelch will namhafte internationale Fachleute einladen, die Entwicklung zu begleiten. Ebenso setzt er auf die Nachbarn und regionalen Partner sowie die ortsansässige Wissenschaft. Gebraucht werde neben Mut und Begeisterung auch viel Geld, dass vom Bund für den Strukturwandel kommen soll. „Wer eine solche Entwicklung will, der braucht als eine Voraussetzung eine flexiblere Bauordnung, der braucht die nötigen Experimentierfelder. Wir sollten hier größer denken, auch ein bisschen größer, als Cottbus eigentlich ist“, wirbt Kelch für die Idee.

Eingebettet in die Entwicklung am Ostsee könne auch eine neue Bundesgartenschau in den 2030er-Jahren sein. Dazu werde eine Machbarkeitsstudie beauftragt.