| 15:23 Uhr

Neujahrsempfang
Partylaune in der Cottbuser Stadthalle

 Eingetragen in die Ehrenchronik der Stadt haben sich: Peter Albert (Rechtsanwalt Bürgerstiftung),Michael Wahlich (ehemaliger Energie-Präsident), Roland und Jürgen Gehrmann (Malermeister), Dieter Merz (Fernsehtechnik), Eggert Lubitz (Flugplatzmuseum). Es fehlt Dr. Carola Wiesner. Umrahmt werden sie von OB Holger Kelch (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla.
Eingetragen in die Ehrenchronik der Stadt haben sich: Peter Albert (Rechtsanwalt Bürgerstiftung),Michael Wahlich (ehemaliger Energie-Präsident), Roland und Jürgen Gehrmann (Malermeister), Dieter Merz (Fernsehtechnik), Eggert Lubitz (Flugplatzmuseum). Es fehlt Dr. Carola Wiesner. Umrahmt werden sie von OB Holger Kelch (l.) und Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla. FOTO: Michael Helbig
Auf dem Neujahrsempfang der Stadt Cottbus sprach der Oberbürgermeister über Visionen, Aufgaben des Strukturwandels und Ängste durch die Zuwanderung.

Liegestühle und Sandstrand sorgen für Ostsee-Feeling in der Stadthalle, Alexander Knappe und der Opernchor des Staatstheaters liefern musikalische Höchstleistungen geben ab und die Feuerwehr präsentiert sich als sportlich-moderne Sympathie-Truppe: Der Neujahrsempfang der Stadt will gute Laune und Optimismus verbreiten, trotz aller Sorgen um Kohleausstieg und Strukturwandel.

Große Zukunftshoffnungen setzt Oberbürgermeister Holger Kelch dabei auf den Ostsee, der nach Aussagen von Ostsee-Manager Stefan Korb voraussichtlich 2015 gefüllt sein dürfte. Bis Mitte des Jahres, so der Plan, steht die Kaimauer für das Hafenquartier. Nach Aussagen des Oberbürgermeisters werden dort 6,4 Millionen Euro eingesetzt, um die weitere Entwicklung zu flankieren. „Das ist das erste markante Bauwerk des künftigen Hafenquartiers, das als erster CO2-neutraler Stadtteil von Cottbus auf die gesamte Stadt ausstrahlen wird.“ Allein 2019 werden mehr als 400 000 Euro für Radwege zum Ostsee zur Verfügung stehen, im kommenden Jahr weitere 300 000 Euro.

Die Stadt allerdings denkst bereits weiter. So gibt es Ideen, einen Energiecampus im Zentrum des neuen Stadtquartiers zu schaffen. Er soll, so die Vision, das Herzstück des östlichen Stadtraumes werden. Vorstellbar sei auch die Nutzung des Wassers als Energiequelle. Eine autonome Ökostrom-Bahn könnte vom Bahnhof in das Quartier und an den See führen. Dort liegen eine „Mobilitätsstation“ für E-Autos und ÖPNV-Wasserstofffahrzeuge an.

All das, so der OB, könne zu einem deutlichen Bevölkerungswachstum führen. Neue Prognosen gehen sogar von bis zu 108 000 Einwohnern aus. Dafür, so Holger Kelch, brauche die Stadt allerdings auch Zuwanderung. „Bund, Land und am Ende wir als Kommune werden diese Zuwanderung besser zu steuern haben, damit sich niemand von dieser eigentlichen Selbstverständlichkeit überfordert fühlt.“ Positive Impulse soll die Digitalisierung bringen, die der OB als Innovationsmotor sieht. Angefangen bei besserer Bildung und neuer Technik in den Schulen, über die Profilierung des Carl-Thiem-Klinikums als digitales Leitkrankenhaus bis zur Einführung. von elektronischer Bürgerkarte und Bürgerkonto soll die Digitalisierung die Nutzung von Dienstleitungen ohne aufwendige Wege ermöglichen.

Nach ernsten Worten, mitreißender Musik und einem bejubelten Auftritt der Turner vom Cottbuser SC konnten die Gäste miteinander ins Gespräch kommen und das neue Jahr angemessen begrüßen.