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Ausstellung von Günther Rechn
Doppelausstellung von Günther Rechn

 Bei der Ausstellungseröffnung in der Sparkasse: v.l.n.r. Günther Rechn, Stiftungsdirektor Gert Streidt, Sparkassendirektor Sven Walter.
Bei der Ausstellungseröffnung in der Sparkasse: v.l.n.r. Günther Rechn, Stiftungsdirektor Gert Streidt, Sparkassendirektor Sven Walter. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Anlässlich des 75. Geburtstages des Cottbuser Künstlers Günther Rechn wurde am Donnerstag eine Doppelausstellung seiner Werke in der Sparkasse Spree-Neiße und im Marstall Schloss Branitz eröffnet.

(pm/abr) Der 1944 geborene Günther Rechn hat von 1966 bis 1971 an der Burg Giebichenstein in Halle studiert. Seine Lehrer waren Willi Sitte, Lothar Zitzmann und Hannes H. Wagner.

Von Anbeginn hat der Maler und Zeichner Rechn ganz individuelle Resonanzen auf Gesehenes entwickelt, was eine eigene Vision von Realität zur Folge hatte. Seitdem ist der expressive Realist auf der Suche nach einer Vorstellung intakter gesellschaftlicher Zustände, was in seinen Menschen- und Tierbildern, aber auch in den Landschaftsdarstellungen und Stillleben zum Ausdruck kommt. Der hauptsächlich figurativ arbeitende Maler zeigt in seinen Bildern immer wieder, dass Expression und Sensibilität, Stärke und Verletzlichkeit keine Gegensätze sind. Als grundsätzliches Charakteristikum gilt die meisterliche Darstellung von Bewegungsabläufen oder von plötzlichem Bewegungsstillstand. Am deutlichsten geschieht das in den Tierbildern. In der Branitzer Ausstellung werden 45 Gemälde und neun Kleinplastiken des Künstlers gezeigt. Als besonderes Angebot für die Besucher bietet die Ausstellung auch einen Blick in Rechns Künstleratelier, ermöglicht mittels einer VR-Brille und der Virtual Reality Technologie. Den Film fertigte der Fotograf und Filmemacher Walter Schönenbröcher an, von dem auch die Fotos für den Katalog stammen. „Ein häufig wiederkehrendes Thema in Rechns Kunst sind die Parklandschaften des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau,“ freut sich Gert Streidt, Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. „Rechn malt Pückler als Lebenskünstler, auf Stelzen balancierend am Pyramidensee im Branitzer Park, im Hintergrund seine Grabpyramide, den Tumulus. Die Branitz-Bilder zeigen auf ganz eigene Weise, wie Pücklers Garten- und Landschaftskunst ins Heute wirkt.“

In der Hauptstelle der Sparkasse Spree-Neiße zeigt der Cottbuser Maler 30 farbintensive Werke, die den „Fragen des gegenwärtigen Menschseins“ gewidmet sind. Er arbeitete mit Acryl auf Papier. Bis zum 31. Mai sind Kunden und Gäste eingeladen, sich die Werke von Günther Rechn in den Geschäftsräumen am Breitscheidplatz und der Galerie im ersten Obergeschoss anzuschauen. Die Sparkasse Spree-Neiße gehört zu den größten Sammlern regionaler Kunst. Fast 800 Werke einheimischer Künstler werden in den Direktionen und Geschäftsstellen präsentiert.

 Bei der Ausstellungseröffnung in der Sparkasse: v.l.n.r. Günther Rechn, Stiftungsdirektor Gert Streidt, Sparkassendirektor Sven Walter.
Bei der Ausstellungseröffnung in der Sparkasse: v.l.n.r. Günther Rechn, Stiftungsdirektor Gert Streidt, Sparkassendirektor Sven Walter. FOTO: Michael Helbig