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Zwei Projekte in der Kurstadt
Zehn Millionen für Bad Liebenwerda

 An den Wohnblocks in der Schillerstraße in Bad Liebenwerda will die HGB noch in diesem Jahr beginnen, Balkone anzubauen.
An den Wohnblocks in der Schillerstraße in Bad Liebenwerda will die HGB noch in diesem Jahr beginnen, Balkone anzubauen. FOTO: LR / Frank Claus
BAD LIEBENWERDA . In der Kurstadt sollen innerhalb von zehn Jahren zehn Millionen Euro investiert werden: Die Innenstadt und das Dichterviertel sind die Projektgebiete.

(fc) Die Eckdaten für den Stadtumbau haben beim 5. Tag der Städtebauförderung am vergangenen Sonnabend auf dem Puschkinplatz in Bad Liebenwerda Bürgermeister Thomas Richter, Susann Kirst, inzwischen für die Bildung der Verbandsgemeinde Koordinatorin, und Martin Ehring, Geschäftsführer des städtischen Wohnungsunternehmens HGB, skizziert.

 Innenstadt: Einen gehörigen Batzen Geld der insgesamt 16 Innenstadt-Maßnahmen verschlingen werden der Ausbau des künftigen neuen Verwaltungsstandortes im Südring (ehmals AOK) und die Ertüchtigung des Rathauses. Doch auch die Revitalisierung der Bahnhofstraße – die Ideen der BTU-Studenten sind noch in aller Munde – ist nicht in der Schublade verschwunden. Eine bessere Vernetzung von Innenstadt, Bahnhof und Kurpark ist eine weitere Baustelle.

Dichterviertel: Deutlich mehr als 100 Wohnungen beider Wohnungsunternehmen (HGB und Genossenschaft) stehen gegenwärtig leer. Das Wohngebiet überaltert. Das schleunigst zu verändern, ist oberstes Ziel. Die HGB wird vermutlich noch in diesem Jahr beginnen, drei Blöcke in der Schillerstraße und der Lessingsstraße zu modernisieren. Perspektivisch soll begonnen werden, die qualitativ schlechtesten Wohnblöcke (das sind die Wendebauten) abzureißen und durch neue attraktive „eigenheim­ähnliche“ Wohnformen zu ersetzen. Martin Ehring: „Uns kommt entgegen, dass wir eine Förderung für die Gestaltung von Außenanlagen erhalten und uns für das Konzept, Wohngebiete durch Abriss und Neubau zu verjüngen, ebenfalls eine Förderung in Aussicht gestellt ist.“ Dicker Brocken der insgesamt 21 Maßnahmen im Dichterviertel wird das geplante neue Mehrgenerationengebäude am jetzigen Standort des Regenbogen-Hauses. Das soll der Anker des Wohngebietes werden. Vor der neuen Schule werden Bushaltestelle, Parkflächen und Grünanlagen entstehen. Große Unterstützung gewähre die Stadt dem geplanten Neubau des Nahversorgers Rewe am jetzigen Standort. „Das passt prima in unser Konzept“, so Susann Kirst. Bürgermeister Thomas Richter hätte gern viel schneller den zweiten Abschnitt der Puschkinstraße saniert. Doch dort seien umfangreiche Untersuchungen des Elfa- Altstandortes (belastete Böden) und der künftigen Regen- und Abwasserentsorgung noch nicht beendet. Besonders stünden weiter die Gehwege auf der Tagesordnung.

 Die Vorarbeit: Dass Bad Liebenwerda die Konzepte für die nächsten zehn Jahre längst in der Tasche hat, ist der forcierten Zusammenarbeit von Stadt, Sanierungsträger, Wohnungsunternehmen und dem gemeinsamen Kooperationsprojekt „Zusammen wachsen“ zu verdanken. Grundlage, um überhaupt in den Genuss von Fördermitteln zu kommen, war die Erarbeitung eines wohnungswirtschaftlichen und wohnungspolitischen Konzeptes im Jahr 2015. Und so bleibt die Feststellung: Auch wenn es am Sonnabend nass vom Himmel kam: Bad Liebenwerda steht nicht im Regen.

 An den Wohnblocks in der Schillerstraße in Bad Liebenwerda will die HGB noch in diesem Jahr beginnen, Balkone anzubauen.
An den Wohnblocks in der Schillerstraße in Bad Liebenwerda will die HGB noch in diesem Jahr beginnen, Balkone anzubauen. FOTO: LR / Frank Claus