| 17:52 Uhr

LÜDENSCHEID/BAD LIEBENWERDA
Super-Radler nähern sich Elbe-Elster

 Das RAAM Team aus dem Märkischen Kreis  Partnerlandkreis von ELbe-Elster – geht an den Start beim härtesten Radrennen der Welt, dem Race Across America. Im Mai ist das Team in Elbe-Elster zu Gast.
Das RAAM Team aus dem Märkischen Kreis Partnerlandkreis von ELbe-Elster – geht an den Start beim härtesten Radrennen der Welt, dem Race Across America. Im Mai ist das Team in Elbe-Elster zu Gast. FOTO: LR / Frank Lachnitt
LÜDENSCHEID/BAD LIEBENWERDA. In 80 Tagen geht ein Team aus dem Elbe-Elster-Partnerkreis beim härtesten Radrennen der Welt in den USA an den Start. Doch zuvor geht es an diesem Wochenende durch alle Bundesländer und auch vorbei an Elbe-Elster. Das Team fährt auch für einen guten Zweck – Spenden erwünscht.

 In gut 80 Tagen, am 15. Juni um 12 Uhr Ortszeit, geht das RAAM Team des Märkischen Kreises, Partnerkreis von Elbe-Elster in Nordrhein-Westfalen, in Oceanside, Kalifornien an den Start des härtesten Radrennens der Welt, dem Race Across America (Rennen quer durch Amerika), kurz RAAM.

Seit 2017 arbeiten Teamchef Frank Lachnitt und die vier Radsportler Markus Gärtner, Julian Becker, Sven Dunker und Miki Milvoje Nilovic an ihrem gemeinsamen Traum, der sie an ihre körperlichen und mentalen Grenzen bringen wird. Im gleichen Jahr war die Truppe auch zum ersten Mal in Elbe-Elster, um von ihrem Projekt zu berichten. Angereist waren die vier Starter damals natürlich womit? Mit dem Rad. Am Montag hat Frank Lachnitt per Telefon nochmal den Zwischenstand durchgegeben.

Von der West- bis zur Ostküste der USA sind rund 4800 Kilometer, 50 000 Höhenmeter und extreme Klimaschwankungen zu überwinden. Die Tour führt durch die extrem heißen und trockenen Wüsten Mojave und Sonora, über die kalten Gebirgszüge der Sierra Nevada,  Rockies und Appalachen und durch das schwül-heiße Tal des Mississippi. Es wird Tag und Nacht geradelt. Die vier Radfahrer wechseln sich wie bei einer Staffel ab.

Auf ihrem Weg durch zwölf US-Staaten begleitet die Rennradler ein Betreuerteam, das sich präzise wie ein Uhrwerk um die Logistik kümmert. Die Fahrer konzentrieren sich in den maximal neun Tagen und fünf Stunden, die ihnen zur Verfügung stehen, auf sich, ihren Körper und die Bewältigung der Strecke.

Viel Raum zum Entspannen und Privatsphäre bietet das gemietete Wohnmobil mit sieben Schlafplätzen nicht. Jeweils fünf Teammitglieder dürfen schlafen, nach sechs Stunden wird rotiert. Schlafentzug ist vorprogrammiert. Zum Tross gehören drei weitere Fahrzeuge zur Absicherung und Versorgung der Radler sowie zur Medienbegleitung.

„Gerade hat das Team ein Trainingslager auf Mallorca hinter sich“, berichtet der Teamchef. „Kilometer fressen“, darauf sei es angekommen. Das ist auch der Sinn der Tour durch alle Bundesländer, die in dieser Woche, am Freitag, 29. März, um 6 Uhr begonnen hat. Bis zum Sonntag, 31. März, sollen 1838 Kilometer geschrubbt werden. So zeigt es die Berechnung. Brandenburg will das Quartett samt Tross am Samstag erreichen. Auf dem Weg von Trebbin nach Bad Düben passiert es Kloster Zinna (Kilometer 1036) und Jüterbog und schrammt damit diesmal dicht an der Elbe-Elster-Grenze vorbei. Aber die Radler kommen wieder.

Am 11. und 12. Mai wird das Team dann noch einmal direkt in Elbe-Elster zu Gast sein, um bei der zweitägigen touristischen Radtour dabei zu sein. Die Redaktion und der Tourismusverband wollen den vier harten Männern dann an einer Tourstation bei einem öffentlichen Podium noch mal Löcher in den Bauch fragen.

Sie können mithelfen. Bemerkenswert: Für die ganze Crew ist Race Across America nicht nur ein hochklassiges Sportevent, es dient auch wohltätigen Zwecken. Einen Anteil ihrer Sponsorengelder und Werbeeinnahmen spendet das Team dem Förderverein Palliativstation des Klinikums Lüdenscheid. „Für unser Charitiy-Projekt sammeln wir bis zur letzten Minute“, verspricht Frank Lachnitt, der als Krankenpfleger und Atmungstherapeut in den Märkischen Kliniken in Lüdenscheid arbeitet.

Dazu gehört die Anschaffung eines teuren Ultraschallgeräts für die Schmerzpatienten oder die Zusatzqualifikation des Personals in Aromatherapie. Wer die Tour unterstützen möchte, kann gern spenden auf das Spenden-Konto: Trispeed-Herscheid, Stichwort RAAM, Sparkasse Lüdenscheid, Iban: DE85 4585 0005 0332 6422 14.