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Abstimmung läuft bis 10. Juni
Gartentier des Jahres 2018 gesucht

Die Heinz Sielmann Stiftung sucht das Gartentier des Jahres 2018. In einer Online-Abstimmung kann aus sechs Kandidaten ausgewählt werden. Das sind, von links oben nach rechts unten: Dunkle Erdhummel, Glänzender Blütenpracht-Käfer, Hainschwebfliege, Siebenpunkt-Marienkäfer, Kleiner Feuerfalter und Hornisse.
Die Heinz Sielmann Stiftung sucht das Gartentier des Jahres 2018. In einer Online-Abstimmung kann aus sechs Kandidaten ausgewählt werden. Das sind, von links oben nach rechts unten: Dunkle Erdhummel, Glänzender Blütenpracht-Käfer, Hainschwebfliege, Siebenpunkt-Marienkäfer, Kleiner Feuerfalter und Hornisse.
Region. Auch 2018 ruft die Heinz Sielmann Stiftung wieder zur Wahl des „Gartentier des Jahres“ auf. Am 30. April hat die Online-Abstimmung begonnen. Mit der Aktion möchte die Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen.

Vor allem Insekten und Vögel leiden unter dem Verlust ihrer Lebensräume oder dem Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. „In strukturreichen und naturnahen Gärten fühlt sich eine Vielzahl von Insekten wohl. Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, den teils gefährdeten Arten eine Heimat zu geben“, erläutert Insektenspezialist Dr. Hannes Petrischak von der Heinz Sielmann Stiftung.

2018 stehen sechs für Gartenfreunde nützliche Insekten als Gartentier des Jahres zur Wahl. Die Kandidaten: Die Larven des Siebenpunkt-Marienkäfers fressen etwa Blattläuse. Der Käfer hat rote Flügeldecken und ist an den sieben schwarzen Punkten darauf zu erkennen.

Auch der Nachwuchs der Hainschwebfliege vertilgt gern Pflanzenläuse. Die Hainschwebfliege ist an ihrem schmalen Körper, dem dunkel geringelten Hinterleib und gelben Gesicht zu erkennen. Mit ihrer Färbung imitiert sie Wespen und Bienen und hofft so, von Feinden verschont zu bleiben. Die meisten der Tiere fliegen im Winter über die Alpen oder die Pyrenäen bis in den warmen Süden Europas an.

Hornissen interessieren sich nicht für Kuchen und Süßgetränke, sondern auch für Wespen, Bremsen oder Stubenfliegen. Die Hornisse kann bis zu 35 Millimeter lang werden. Hornissen gelten allerdings als friedfertiger als ihre kleineren Verwandten, die Wespen.  Das kunstvolle und filigrane Papiernest bauen die Insekten am liebsten in hohle Bäume hinein.

Viele Pflanzen sind auf die Bestäubung von Insekten angewiesen. Es ist etwa bekannt, dass die Qualität der Erdbeerernte gesteigert wird, wenn Insekten von Blüte zu Blüte fliegen. Erdbeerblüten können auch durch den Wind bestäubt werden, die Früchte sind dann allerdings verformt und kleiner. Auch die Dunkle Erdhummel fliegt auf Erdbeeren und andere Gartenpflanzen. Auf dem schwarzen Rumpf trägt sie eine breite, braungelbe Querbinde.

Petrischak: „Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter sind einfach schön anzusehen.“ Der Schmetterling ist mit einer maximalen Flügelspannweite von 27 Millimetern ein Zwerg unter den Tagfaltern. Orange-rote Vorderflügel, die mit einem braunen Rand abschließen sind  charakteristisch.

Der Glänzende Blütenprachtkäfer ist mit seiner Körperlänge von sieben Millimetern leicht zu übersehen. Doch die fehlende Körpergröße macht er mit Aussehen wett. Der metallisch glänzende Körper der Weibchen ist goldgrün, messingfarben oder purpurrot, die Flügeldecken sind blaugrün. Die Männchen schillern von Kopf bis Fuß grünlich. Die Käfer sind tagaktiv und fressen gern an den Blüten von Wildrosen, haben aber auch eine Vorliebe für gelbe Wiesenblumen.

Die Heinz Sielmann Stiftung vergibt seit 2010 die Auszeichnung zum Gartentier des Jahres. Im vergangenen Jahr hat das Rotkehlchen den Publikumspreis erhalten.

Naturfreunde können unter www.sielmann-Stiftung.de/gartentier mehr über die Wettbewerbskandidaten erfahren und ihren Liebling wählen. Unter allen Teilnehmern verlost die Stiftung attraktive Preise. Die Abstimmung endet am 10. Juni. Das Gartentier des Jahres wird am 11. Juni bekannt gegeben.