| 16:37 Uhr

Katastrophenschützer modern ausgestattet
Neue Boote und eine Feldküche

 Schiffstaufe auf dem Falkenberger Kiebitz: Der Leiter der Wasserwacht Falkenberg vom DRK Kreisverband Lausitz, Aaron Trippner, hat das Boot auf „Neptun 1“ getauft.
Schiffstaufe auf dem Falkenberger Kiebitz: Der Leiter der Wasserwacht Falkenberg vom DRK Kreisverband Lausitz, Aaron Trippner, hat das Boot auf „Neptun 1“ getauft. FOTO: Landkreis Elbe-Elster / Holger Fränkel
Falkenberg. Boote, Modulfeldküche und Mannschaftstransportwagen sind zum Wochenbeginn am Falkenberger Kiebitz an den Katastrophenschutz übergeben worden. Die Boote sind getauft und gleich zu Wasser gelassen worden.

Da strahlten die ehrenamtlichen Kameraden der verschiedenen Einheiten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG, der SEG Verpflegung des DRK Kreisverbandes Bad Liebenwerda und der freiwilligen Feuerwehren: Der Landkreis Elbe-Elster hat am Montagnachmittag zur Übergabe neuer Katastrophenschutz-Technik an den Falkenberger Kiebitz eingeladen. „Boote, Modulfeldküche und Mannschaftstransportwagen sind in diesem Jahr angeschafft worden“, erklärt Kreissprecher Holger Fränkel den Hintergrund.

Für die Übergabe haben die Verantwortlichen beim Ordnungsamt den besonderen Platz gewählt. Weil Boote dabei waren, wurde als Als Übergabeort das Gelände am Kiebitzsee ausgeguckt.

Für Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) ist Katastrophenschutz eine sehr ernste Sache der man sich gern, und nicht nur pflichtgemäß, stellt. „Wir als Landkreis belassen es nicht bei politischen Willensbekundungen. Wir lassen für die Kameraden mit der heutigen Übergabe Taten folgen“, erklärte Jaschinski während der offiziellen Übergabe.

Und so wurden den im Katastrophenschutz agierenden Einheiten eine hochmoderne Modulfeldküche sowie ein Mannschaftstransportwagen für die SEG-Verpflegung aus Gröden übergeben. Ein Feldkochherd ist dafür ausgelegt, im Ernst- wie auch im Übungsfall über 300 Personen verpflegen zu können. Das können Einsatzkräfte ebenso wie Betroffene sein.

Weiterhin wurden zwei neue große Mehrzweckboote an die SEG-Wassergefahren und ein Mehrzweckboot I an die Gefahrstoffeinheit für den Stationierungsort Mühlberg übergeben. Alle Boote wurden am Montag auch gleich zu Wasser gelassen. Und natürlich durfte nach den Schiffstaufen für „Arielle 1“ und „Neptun 1“ eine Probefahrt auf dem Falkenberger Kiebitz nicht fehlen. Sowohl „Arielle 1“ als auch „Neptun 1“ haben gleich mehre Einsatz-Zwecke: Beim Deichschutz kann aus ihnen heraus von der Wasserseite geholfen werden. Darüber hinaus können Personen und Gegenstände transportiert, aber auch auf Gewässern gesucht beziehungsweise gerettet werden. Das Rettungsboot 1 (RTB 1) ist an die Freiwillige Feuerwehr Mühlberg übergeben worden und geht an die Gefahrstoffeinheit, Teilbereich Ölwehr. „Dieses Boot kann zum Schleppen einer Ölsperre über Flüsse und Seen eingesetzt werden“, erklärt Holger Fränkel den Zweck.

Die Übergabe eines Gerätewagen/ Verpflegung steht allerdings noch aus. Sie wird voraussichtlich erst im Herbst erfolgen und vervollständigt dann die Neubeschaffung der gesamten SEG-Verpflegung. Der Gerätewagen wird die gesamte Ausstattung für die Feldküche mit Kühlschrank, Töpfen, Suppenkellen übernehmen.

Insgesamt wurden rund 300.000 Euro investiert. Bei der Feldküche und den Booten beteiligte sich auch das Land Brandenburg an den Kosten.

 Schiffstaufe auf dem Falkenberger Kiebitz: Der Leiter der Wasserwacht Falkenberg vom DRK Kreisverband Lausitz, Aaron Trippner, hat das Boot auf „Neptun 1“ getauft.
Schiffstaufe auf dem Falkenberger Kiebitz: Der Leiter der Wasserwacht Falkenberg vom DRK Kreisverband Lausitz, Aaron Trippner, hat das Boot auf „Neptun 1“ getauft. FOTO: Landkreis Elbe-Elster / Holger Fränkel
(bt)