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Bilanz des Vorjahres
Lena und Ben – kurze Vornamen liegen im Trend

 Familie Friese aus Elsterwerda ist mit Töchterchen Hannah und dem Stammhalter Hannes, der als erstes Baby im neuen Jahr in Herzberg geboren wurde, nun komplett.
Familie Friese aus Elsterwerda ist mit Töchterchen Hannah und dem Stammhalter Hannes, der als erstes Baby im neuen Jahr in Herzberg geboren wurde, nun komplett. FOTO: Elbe-Elster-Klinikum / Jürgen Vetter
Elbe-Elster. Auf das diesjährige Neujahrsbaby mussten die Hebammen im Herzberger Kreißsaal bis zum 2. Januar warten. Erst um 12.54 Uhr erblickte das erste Baby des neuen Jahres das Licht der Welt. Der kleine Hannes ist der ganze Stolz und Stammhalter von Ines und Mike Friese aus Elsterwerda.

Besonders freut sich auch die große vierjährige Schwester Hannah auf das kleine Brüderchen. Im Stammbuch von Hannes stehen 52 Zentimeter Körpergröße und ein Gewicht von 3580 Gramm. Selbst Mama Ines wurde von der Nachricht überrascht, dass sie das Neujahrsbaby entbunden hat. „Als wir morgens am 2. Januar ins Krankenhaus gekommen sind, habe ich nicht damit gerechnet, dass wir das erste Baby des neuen Jahres bekommen würden“, erzählt sie.

Rückblickend auf das Jahr 2018 erblickten in der Herzberger Geburtshilfe 526 Babys das Licht der Welt. „Damit liegen wir im guten Durchschnitt der letzten Jahre, wo immer zwischen 520 und 530 Kinder geboren wurden“, weiß die leitende Hebamme Veronika Jeschke. „Das Jahr 2017 war mit 579 Babys schon eine besondere Ausnahme“, erinnert sie sich.

Bei den 526 geborenen Kindern des vergangenen Jahres hatten die Jungs mit 271 leicht die Nase vor den Mädchen mit 255. Die Hebammen begrüßten in 2018 genau wie im Jahr zuvor sechs Zwillingspärchen, was neben den Eltern auch für das erfahrene Team immer wieder etwas Besonderes und Einmaliges ist.

Die geburtenstärksten Monate waren im vergangenen Jahr der August und September mit jeweils 60 Kindern. Die wenigsten Kinder kamen hingegen im Februar und Dezember mit jeweils rund 35 Kindern zur Welt. Das leichteste Kind wog bei seiner Geburt 1760 Gramm, das schwerste dagegen 5310 Gramm. Einen Trend beobachtete Veronika Jeschke im Laufe des Jahres: „Die Mütter werden wieder etwas jünger. Bei uns waren 43 Prozent unter 30 Jahre“, so die Chef-Hebamme.

Hinsichtlich des Einzugsgebietes gab es auch im vergangen Jahr wenig Veränderungen – 75 Prozent aller Schwangeren, die in Herzberg entbinden, kommen aus dem Landkreis Elbe-Elster. Das restliche Viertel verteilt sich auf die Randgebiete der angrenzenden Landkreise Sachsen-Anhalt, Sachsen und Teltow-Fläming. Direkt aus Herzberg und der näheren Umgebung kommen rund 30 Prozent zur Entbindung in das Elbe-Elster Klinikum.

Bei der Namenswahl waren auch im vergangenen Jahr vor allem kurze Vornamen sehr beliebt. So zählten bei den Mädchen Lena, Anna, Emma, Hanna, Mia und Pia zu den Favoriten, bei den Jungs waren es Ben, Emil, Elias, Finn, Luis und Leon. Aber auch außergewöhnliche Namen wie Alva, Mavie, Celestine und Hedda wurden für Mädchen sowie Remedius, Quenten, Marinus und Bartholomeus für Jungs vergeben.

Wer schon einmal vor der Entbindung einen plastischen Eindruck von seinem Baby erhalten möchte, dem bietet die Herzberger Geburtshilfe ab der 28. Schwangerschaftswoche Fotos in 3D an. Bei der Entbindung ist dem Team eine individuelle Geburtsgestaltung besonders wichtig. Dazu gehört auch das persönliche Kennenlernen vor der Geburt. Deshalb werden in regelmäßigen Abständen Informationsabende angeboten und die werdenden Mütter können sich etwa drei Wochen vor dem Entbindungstermin im Klinikum anmelden. In einem persönlichen Gespräch werden Besonderheiten und Wünsche erörtert sowie notwendige Papiere ausgefüllt. Zu den individuellen Möglichkeiten der Entbindung gehören drei modern ausgestattete Kreißsäle, die verschiedene Gebärhaltungen, Wassergeburt sowie viel Bewegungsfreiheit erlauben. Zudem sind Akupunktur, Aromatherapie und Homöopathie anwendbar. Nach der Entbindung wird ab dem 4. Monat im Elbe-Elster Klinikum Babyschwimmen angeboten. Weitere Informationen: www.elbe-elster-klinikum.de.

(bt)