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Tiere hatten sich unkontrolliert vermehrt
Katzenwohnung aufgelöst

ELSTERWERDA.  Insgesamt 58 Stubenkatzen, die in einer Drei-Raum-Wohnung in Elsterwerda gehalten wurden, haben Tierärzte des Veterinäramtes des Landkreises Elbe-Elster mit Unterstützung eines Tierschutzvereins aus tierschutzrechtlichen Gründen vergangene Woche in ein Tierheim gebracht.

 Ursprünglich hatten die Besitzer nur wenige nicht kastrierte Katzen besessen, informiert Kreissprecher Torsten Hoffgaard. Doch die Tiere vermehrten sich unkontrolliert. Offensichtlich seien die Halter selbst nicht in der Lage gewesen, diesem Zustand Einhalt zu gebieten, indem sie es versäumt hatten, Jungkätzchen abzugeben beziehungsweise erwachsene Tiere zu kastrieren. Auch schienen die Besitzer mit der Pflege und Versorgung so vieler Katzen letztlich physisch wie finanziell überfordert.

 Auflagen sowie Hinweise der Tierschutztierärzte des Veterinäramtes zur Reduzierung des Bestandes und zu Haltungsanforderungen hätten nicht gefruchtet. Als offensichtlich wurde, dass die Anzahl der Katzen durch die Besitzer aus eigenem Antrieb und auch mit Unterstützung nicht reduziert werden würde, blieb den amtlichen Ärzten für Tierschutz keine andere Wahl als die Wegnahme, heißt es weiter.

 In dem Tierheim wurden die Katzen zunächst tierärztlich untersucht und, soweit dies erforderlich ist, behandelt, sterilisiert beziehungsweise kastriert, geimpft und bis zur Vermittlung artgerecht untergebracht.

 Dass die Wohnung nicht gut für die Katzen war, würden die tierärztlichen Untersuchungen zeigen. Auffällig sei gewesen, dass bei 13 Tieren frische, aber auch schon vernarbte Biss- und Kratzverletzungen festgestellt wurden. Einige der Katzen seien unterernährt gewesen. Sie wurden wahrscheinlich an den Futternäpfen von den stärkeren Tieren verdrängt. Eine solche Haltung habe mit Tierliebe nichts zu tun.

 Bei dieser Aktion sei das Elbe-Elster-Veterinäramt von Mitarbeitern eines renommierten Tierschutzvereins, von der Polizei und vom Sozialpsychiatrischen Dienst professionell unterstützt worden.