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Bereits zum zehnten Mal
Hohenleipischer Ehepaar hilft in Sri Lanka

Hohenleipisch. Doris und Jürgen Bormann aus Hohenleipisch werden nicht müde, immer wieder nach Sri Lanka zu fliegen, um dort Kindern aus armen Landfamilien zu helfen. In diesem Jahr waren sie mit vier weiteren Pateneltern zum zehnten Mal auf die Insel gereist.

Das war vor den Anschlägen auf Sri Lanka. Ziel ist immer wieder der Südwesten. Dabei handelt es sich zwar um eine Touristengegend, doch von den Urlaubern können nicht alle leben, und Saison ist nicht das ganze Jahr.

Wie immer haben sich die Pateneltern aus Elbe-Elster beim Packen der Koffer hinsichtlich der persönlichen Sachen auf das Notwendigste beschränkt, um viele Sachspenden mitnehmen zu können. Weil der Platz begrenzt ist, wird vor Ort in den Geschäften gekauft.

Auch dieses Mal waren von der großen Grundschule in dem besuchten Dorf Dodanduwa Kinder aus einkommensschwachen Familien bedacht worden. Über 20 Mädchen und Jungen durften sich über Geschenke freuen. Übergeben wurden auf der Insel gekaufte Schulranzen mit dem entsprechenden Material, Trinkflaschen, Brotdosen und Naschwerk. „Die Übergabe fand im Rahmen eines kleinen Programmes mit Spielen statt“, erklärt Jürgen Bormann. Dadurch lerne man die Kinder ein wenig besser kennen.

Möglich gemacht hatten die Hilfe Spender wie die Seniorensportgruppe des VfB Hohenleipisch, Mitarbeiter der Firma Milan Elsterwerda, die Familie Christiansen aus Hemslingen, die Zahnarztpraxis Bölke aus Hohenleipisch, einige Privatpersonen und Kornelia Pösch aus Wahrenbrück. Sie hat selbst drei Patenkinder und sammelte im Ort und im Bekanntenkreis Geld für Sachspenden. Zusätzlich wurden etwa 15 Familien aufgesucht, deren Kinder regelmäßig finanziell von ihren Paten nicht nur aus Elbe-Elster bedacht werden. Die Spendenübergabe erfolge stets persönlich.

Das Ehepaar Bormann hat selbst zwei Patenkinder: Maduki (17) und Karish (14). Beiden wird seit der 6. Klasse eine englischsprachige, christliche Privatschule ermöglicht. Das Mädchen hat die 10. Klasse abgeschlossen und möchte das Abitur machen, um bessere Chancen zu haben. „Die übernächste Aufgabe ist, eine Ausbildung zu finden“, sagt Jürgen Bormann. In Frage kämen für das Mädchen Verwaltung, Tourismus oder Informatik. Der Junge werde wohl einen handwerklichen Beruf erlernen. Die Eltern der Kinder können sich all dies nicht leisten. Die Mutter sei Hausfrau, der Vater fahre Touristentaxi. Weitere Pateneltern sind willkommen.